Tagebuch eines Traumtänzers

Samstag, 25. Mai 2013

Ich fühle mich alt, fühle mich reif. Ich fühle mich jung, fühle mich frei.

Mitlerweile gehe ich freitags nicht mehr raus in die Clubs.
Hab keine Lust meinen Schädel zu betäuben.
Ich hab die Glotze schon seit Wochen nicht mehr an gemacht,
doch das wird trotzdem eine lange Nacht.
Eigentlich wollten wir nur ein bisschen reden.
Ich schlafe wenig.
Ist eigentlich normal.
Aber heute ohne Stempel und Eintritt zu bezahlen. 
Ich kenne viele Menschen,
doch ich habe wenig Freunde.
Hab mein Umfeld minimiert - weil ich Leben wollte.


Das hier ist freitags alleine in seinem Zimmer hängen.
Ich mache gerne faxen, doch bin ein stiller Mensch.
Ich fühle mich wohl hier, manchmal hab ich Fernfeh.
Kenne fremde Kontinente nur aus meinem Fernsehen. 
Alles mitnehmen, viel zu wenig Kraft haben.
Meine Ziele sind utopisch, ich weiß.
Ich sitze träumend im Sessel und schreib.
Ich tanze gerne, aber niemals vor dem 10. Bier.
Ich bin schüchtern, du kannst dich in jedem täuschen.

Trotzdem bin ich noch ein Typ auf den zu zählen solltest.

Montag, 22. April 2013

Die Zeit, in der es wichtiger ist, etwas darzustellen als zu sein.


Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien.
Mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit.
Mehr Wissen, aber weniger Urteilsvermögen.
Mehr Experten, aber größere Probleme.

Wir rauchen und trinken zu viel,
lachen wenig,
fahren zu schnell,
regen uns unnötig auf,
sehen zu lange fern,
stehen zu müde auf,
lesen wenig,
denken selten vor,
halten keine Zwiesprache mehr.

Wir haben unseren Besitz vervielfacht, aber unsere Welt reduziert.
Wir wissen, wie man den Lebensunterhalt verdient, 
aber nicht wie man lebt.
Wir haben dem Leben Jahre hinzugefügt,
aber können wir den Jahren auch Leben geben?

Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr zu der Tür des Nachbarn.
Wir haben den Weltraum erobert, aber nicht den Raum in uns gefüllt.
Wir können Atome spalten, aber nicht unsere Vorurteile.

Es ist die Zeit, in der es wichtiger ist, etwas darzustellen als zu sein.
Wo Technik einen Text wie diesen in Windeseile in alle Welt tragen kannund wo man die Wahl hat:
Etwas zu ändern, oder das Gelesene ganz schnell zu vergessen.


Mittwoch, 19. Dezember 2012

I don't want you to die

Es kommt einem immer wieder komisch vor, wenn man das Krankenhaus betritt..
Wenn man weiß, man war selbst hier und erinnert sich an alles.

Doch viel schlimmer ist es, wenn man hört dem eigenen Vater
- dem es die letzten Tage wieder besser ging - 
miserabel geht.
Ich habe in meinem Leben oft Angst gehabt.
Aber noch nie so sehr, wie beim Anblick meines Vaters jetzt.
Die Gedanken ihn zu verlieren machen alles nur schlimmer.
Seine Werte sind über dem Durchschnitt und wenn er auf die Maskenbeatmung weiterhin so schlecht

anspringt wird er narkotisiert und intubiert.
Ich glaube, wenn ich ihn verliere, verliere ich mich endgültig selbst.
Es war nicht das beste Verhätlnis, was wir zwischeneinander hatten.
Aber er ist immernoch mein Vater, und ich liebe ihn. Von Herzem.
Egal wie viel Streit wir hatten, wir hatten genauso viele gute Momente.
Ich weiß, er ist stark. Ich hoffe, sein Herz bleibt es auch.

Ich möchte dich nicht verlieren, Dad.
Bitte Nicht.






Diese Nacht wird eine der schlimmsten überhaupt

Sonntag, 16. September 2012

Sleepless Nights are our closest friends

Und jetzt seh ich mich im Spiegel und denk: „What the Fuck..“
Durch die Jalousie am Fenster kommt nur schwaches Licht.
Doch ich sehe so scheiß ausgefuckt aus, Augenringe, miese Haut.
Manchmal denke ich, dies hier is das Ende.
Diese verfickte Negativität zieht mich runter.
Und ich kann kaum schlafen, da mein Kopf mich nicht lässt.
Manchmal überkommt mich einfach so ein Angstgefühl.
Als kann ich spüren, wohin das Ganze führt.
Wenn du kein Sonnenschein siehst wirst du depressiv.
Ich streck die Hand aus und fühl den Regen fließen.

Keine Leute mehr, meine Straße bleibt für heute leer.
Keiner will sich jetzt noch zeigen.
Komm, lass uns Stück mit mir durch den Regen gehen.
Lass uns versuchen wach zu bleiben, bis die Nacht vorbei ist.


Samstag, 25. August 2012

My Mind never sleeps

Ich habe mich schon immer alleine gefühlt, solange ich mich erinnern kann.
Ich bin mir nicht sicher ob ich es mag oder ob ich einfach daran gewöhnt bin.
Aber eines weiß ich bestimmt.
Einsam sein hinterlässt Narben.
Und sich die ganze Zeit verbittert, verärgert und
beschissen zu fühlen frisst einen innerlich auf.
Ich bin sicherlich kein einfacher Mensch,
ich will nur raus aus mir selbst - möcht' wer anders sein als jetzt.
Glücklich sein, wer kann das schon?
In einer Zeit in der sich Abstand lohnt,
damit kein zweiter je in dein Inneres blickt.
Oberflächlichkeit macht vieles einfach dennoch kann 
man nicht ganz glücklich sein.
Kenn mich mit dem Alleinsein ganz gut aus, ist okay.
Eigentlich ist alles gut, doch nur eigentlich.


Irgendwie ist es Tag für Tag normal für mich.
Egal wie's ist, denn mein Kopf ist voll.
Die Stille frisst einen auf, aber ich bin's gewohnt.
Irgendwie ist es Tag für Tag normal für mich.
Irgendwie, irgendwo, irgendwann wird das schon wieder gut.


Donnerstag, 19. Juli 2012

I'm just tired

I'm just tired.
I'm tired of broken promises.
I'm tired of my past.

I'm tired of beeing yelled at by my parents that I'm useless.
I'm tired of seeing how I lose more and more people, who mean the most to me, day by day.
I'm tired of the distance that hurts.
I'm tired of all the let downs by all the people who mean the most to me.
I'm tired of all the fear that comes up in the night.
I'm tired of waking up to the same routine everyday, seeing the same void.
I'm tired of waking up alone and cold. Pushing myself to get out of my bed.
"I'm just tired", that's my excuse if people ask if everything is okay with me.


Donnerstag, 14. Juni 2012

Ich wünschte du würdest nicht exestieren

Ich kann verstehen, wie du bist. Selbst wenn es mir weh tut.
Du hattest meine Pläne fest im Griff - von wegen Leben in der Zukunft.
Dabei kannt' ich das Mädchen, das du bist.
Es war eine Illusion, dass du mir gut tust.
Hab mir jede Träne weggeraucht und suchte in dem Alkohol meine Zuflucht.
Ich hab dir nie vergeben, was du getan hast. 
Auch wenn ich so tat, als wenn alles wieder in Ordnung ist..
Weil du mir all das genommen hast von dem du wusstest,
dass es von Wert ist für mich.
Und ich lag allein auf meiner Couch, du warst feiern, kiffen und saufen.
Schön, dass du die Bestätigung brauchst.
Ich hab dich aufjedenfall nicht mehr nötig.

Ich wünscht' ich könnt' vergessen wie du heißt. 
Weil mir klar war, du verletzt mich mit der Zeit.
Hast mich gesehen - am Boden liegen. Und dann trittst du nochmal rein.
Egal wie viel Mühe ich mir gab, Ich konnt' nie gut genug für dich sein.
Jede Lüge von dir...wurde ledglich überspielt.
Durch ein sanftes Lächeln von mir
und meiner Ignoranz gegenüber Gefühlen.
Aber eines hast du letzlich bewirkt
Ich wünschte mir, du würdest nicht exestieren.

Egal wie viele Jahre vergehen, ich wünschte du würdest nicht exestieren.
Egal wie weit weg von mir du bist, ich wünschte du würdest nicht exestieren.
Egal wie schön teilweise die Zeit auch war mit dir.
Hätte ich je einen Wunsch frei gehabt, hättest du nie exestiert.